Mental Load ist kein Frauenthema – aber Frauen tragen es öfter
Es gibt Abende, da ist der Kopf einfach nur noch voll. Und am nächsten Morgen, kaum wach, ist er es schon wieder: Was steht heute an, was habe ich vergessen, wohin muss ich noch. Wenn dir das bekannt vorkommt, bist du nicht allein – aktuelle Zahlen zeigen, wie verbreitet dieses Gefühl gerade ist.
Was die Zahlen gerade zeigen
Laut einer aktuellen Studie von R+V Versicherung und der HMU fühlen sich 80 Prozent der Familien in Deutschland mental belastet. Und eine Befragung von Pronova BKK unter Berufstätigen zeigt: 61 Prozent schätzen ihr eigenes Burnout-Risiko als mittel oder hoch ein. Besonders bemerkenswert daran ist, dass dieses Belastungsniveau laut der Studie schon seit 2022 konstant hoch bleibt – es wird also eher nicht weniger, sondern hat sich eingependelt.
Warum es Frauen öfter trifft
Ich habe mit vielen Frauen gesprochen, aber auch mit Männern. Mental Load ist deshalb kein reines Frauenthema. Trotzdem zeigen die Zahlen etwas Eindeutiges: In einer Umfrage von Knuspr und equaly geben 71 Prozent der Frauen an, den Haushalt hauptsächlich allein zu stemmen – bei den Männern sehen das nur 34 Prozent genauso. Frauen leisten emotionale Care-Arbeit mehr als doppelt so häufig wie Männer. Und 61 Prozent der Frauen haben weniger als drei Stunden Zeit für sich selbst pro Woche.
Auffällig ist außerdem: 43 Prozent der Befragten kannten den Begriff Mental Load bisher gar nicht, bei Alleinerziehenden sogar 63 Prozent. Was keinen Namen hat, lässt sich schwerer ansprechen, und noch schwerer verändern.
Wie sich das im Alltag anfühlt
Geburtstage organisieren, Geschenke aussuchen, Verabredungen jonglieren, Mittagessen vorbereiten – während der Kopf gleichzeitig an zehn anderen Dingen hängt. Abends ist er voll. Morgens, kaum wach, ist er es wieder: Habe ich alles geschafft? Was kommt noch? Wohin muss ich?
Bei manchen bleibt wenigstens eine Säule stabil – der Haushalt läuft, oder die eigene Gesundheit hält durch. Bei anderen bröckelt beides gleichzeitig: Anspannung, Angstzustände, dazu der Drang nach Perfektionismus, den ein Blick auf Social Media noch verstärkt. Wem rennen wir hier eigentlich hinterher? Und wo bleibt eigentlich der Raum für mich als Person?
Wenn das Kind krank wird – und niemand einspringen kann
Zur mentalen Last kommt oft noch der Job mit seinen eigenen Anforderungen hinzu. Und dann wird ein Kind krank, und plötzlich steht die Frage im Raum: Ist Oma oder Opa verfügbar, um das aufzufangen? Nicht jeder hat sie – oder sie selbst müssen inzwischen gepflegt werden. Dann beginnt die eigentliche Zerreißprobe: Kann der Partner zu Hause bleiben, oder muss es doch wieder die Mutter sein? Und was, wenn du das alles allein stemmst?
Der Punkt, an dem du ansetzen kannst
Genau hier setzt etwas an, das sich verändern lässt. Du darfst dir erlauben, einfach mal nichts zu machen. Du darfst dir Hilfe suchen. Eine Pause ist völlig in Ordnung, wenn du sie dir bewusst nimmst. Und in dieser Zeit entscheidest du, was sich richtig anfühlt: Sport, ein Spaziergang, oder auch einfach nichts.
Ich lade dich gerne in meine Räume ein, wo du im Klang alles liegen lassen und dich ganz auf dich konzentrieren kannst. Ruhe und Entspannung schaffen den Raum, um im Coaching alte Muster zu durchbrechen und gemeinsam zu schauen, welche andere Lösung für dich möglich ist.
Wenn du merkst, dass du gerade an einem Punkt bist, an dem du nicht allein weiterkommst, melde dich gerne. Ein erstes Gespräch ist kostenlos und unverbindlich.
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Quellen:
